Einhard: Vita Caroli Magni

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Vindob. 529, Seligenstadt, 2. Viertel des 9. Jh.
Ausstattung:
Graz 1991, im Originalformat (225 x 166 mm) der Vita Karoli Magni – fol. 1–13 aus Codex 529 der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Einband: Leinen.
Kommentar:
W. Milde und T. Wurzel, Wolfenbüttel, 90 Seiten.
Limitierte Auflage der ADEVA: 200 Exemplare.
Coedition mit der Bezirks-Sparkasse Seligenstadt: 400 Exemplare.
Auf Anfrage

Nur wenige literarische Werke des Mittelalters sind dem interessierten Gebildeten heute noch so bekannt wie Einhards Lebensbeschreibung Karls des Großen. Abgefasst nach 830, also zwei Jahrzehnte nach dem Tod des Kaisers, ist es das erste an historischen Abläufen orientierte biographische Werk seit der Antike.

Der Verfasser – als Berater des Kaisers, sein Baumeister und Lehrer an der Hofschule – mit der Person Karls des Großen eng vertraut, kombiniert eigene Beobachtungen und Erlebnisse mit beispielgebenden Verhaltensweisen anderer Persönlichkeiten aus älteren Quellen, wobei ihm vor allem die Kaiserbiographien Suetons als Vorbild dienten.

Mit seiner Biographie zeichnet Einhard nicht nur ein lebendiges, menschliches, zuweilen natürlich auch idealisiertes Bild von den Taten und der Persönlichkeit des bedeutendsten mittelalterlichen Herrschers, er schuf damit zugleich auch das berühmteste geschichtliche Werk dieser an künstlerischen Höchstleistungen so reichen Epoche.