Die Apokalypse Oxford

Oxford, Bodleian Library, Ms. Douce 180, Westminster, um 1272
Ausstattung:
Entstehungszeit der Handschrift: um 1272, Westminster.
Faksimile:
Graz 1981. Vollständige farbige Faksimile-Ausgabe der 168 Seiten (84 Blatt) im Originalformat 311 x 203 mm, 97 halbseitige, mit Gold und Silberschmuck versehene Miniaturen. Alle Blätter sind originalgetreu randbeschnitten. Einband: Leder (Kopie des heutigen Originaleinbandes aus dem 16. Jh.). Faksimile in festem Schuber.

Wissenschaftlicher Kommentar:
P. Klein, Bamberg, 284 Seiten mit 171 Abbildungen.

Limitierte Auflage: 1.000 numerierte Exemplare für den nicht-frankophonen Raum.
Auf Anfrage

Die Apokalypse Ms. Douce 180 zählt zu den bedeutendsten englischen Handschriften des 13. Jahrhunderts. Allein die Vielzahl an Miniaturen, insgesamt 97, verleiht ihr eine dominierende Stellung gegenüber anderen illuminierten Werken dieser Zeit. Die künstlerische Ausstattung und Komposition der Handschrift lassen die starke Persönlichkeit und individuelle Note des ausführenden Künstlers spürbar werden. Dem Hinzutreten der Landschaft als neues gestalterisches Element verdanken die Bilder ihre faszinierend eigentümliche Lebendigkeit.


97 geheimnisvolle Miniaturen

Insgesamt 97 Miniaturen begleiten den lateinischen Text der Offenbarung des Johannes, dem geheimnisvollsten Buch des Neuen Testaments. Die gerahmten Bilder sind nicht etwa Beigabe zum Text, sondern vielmehr glanzvolle Hauptsache.
 

Eine spannende Geschichte

Der englische König Edward I. und seine Gemahlin Eleonore von Kastilien-León hatten diese Apokalypse noch vor ihrer Thronbesteigung im Jahr 1272 in Auftrag gegeben, vermutlich in der Hofschule von Westminster. Über das weitere Schicksal der Handschrift ist wenig bekannt. Sicher ist aber, dass sie sich vor ihrem derzeitigen Aufbewahrungsort – der Bodleian Library in Oxford – im Besitz Francis Douce´s befand. Dieser vermachte die Apokalypse zusammen mit anderen Handschriften der genannten Bibliothek, wo sie seit 1834 aufbewahrt wird. Der prachtvolle Ganzledereinband, den die Handschrift gegenwärtig besitzt, wurde um 1600 von einem Künstler in Oxford angefertigt. Der Einband der Faksimile-Ausgabe ist eine getreue Replique dieses letzten Originaleinbandes. Der wissenschaftliche Kommentarband mit 284 Seiten und 171 Abbildungen führt Sie sicher durch die Handschrift.

Erscheint auch in der Reihe "Glanzlichter der Buchkunst" als Band 19.